Elementarschäden mitversichern oder nicht?

Viele Versicherungsnehmer stehen beim Abschluss einer Hausratversicherung vor der Frage, ob Elementarschäden mitversichert werden sollen oder nicht? Da die Elementarschädenversicherung mit Zusatzkosten verbunden ist, durchaus eine berechtigte Frage.

Elementarschäden sind Schäden, die auf Naturgewalten zurückzuführen sind: Schäden durch Erdrutsch oder Erdsenkung, Lawinen oder Schnee, sowie Überschwemmung und Erdbeben zählen dazu. Allein beim Beispiel Überschwemmung wird recht klar, dass die Schäden schnell vier bis fünfstellige Eurobeträge erreichen.

Elementarschaden Hochwasser

Ein typischer und nicht unwahrscheinlicher Fall eines Elementarschadens: Hochwasser.

Normalerweise deckt die Hausratversicherung alle Schäden ab, die durch Sturm, Hagel, Feuer, Leitungswasser, Blitzschlag, Explosionen oder Vandalismus entstehen. Elementarschäden können zusätzlich versichert, bzw. mit eingeschlossen werden.

Elementarschäden zusätzlich mitzuversichern, erscheint vielen Versicherungsnehmern zunächst unnötig, gilt aber als empfohlen. Die Hausratversicherung kommt zwar für Schäden auf, die durch Leitungswasser entstehen: Allerdings zahlt sie nicht, wenn die Wasserschäden auf einen Rückstau zurückzuführen sind. Wer im Keller seine Waschmaschine, den Wäschetrockner und vielleicht wertvolle Geräte stehen hat, sollte von daher unbedingt Elementarschäden mit einschließen. Gleiches gilt auch für Kellerwohnungen. Muss die Feuerwehr den Keller auspumpen, kommt die Hausratversicherung hierfür nur auf, wenn Elementarschäden mit versichert sind. Das gilt auch für Dächer, die unter der Schneelast eingestürzt sind – hierbei handelt es sich um einen Elementarschaden, für den die Hausratversicherung ohne Einschluss von Elementarschäden nicht aufkommt.

Auch Hochwasserschäden zählen zu den Elementarschäden. Versicherungsnehmer, die in gefährdeten Gebieten wohnen, sollten mit dem Versicherungsunternehmen über den Einschluss von Elementarschäden sprechen. Es gibt allerdings Gebiete in Deutschland, die als besonders gefährdet gelten und für die kaum eine Versicherungsgesellschaft das Risiko der Elementarschadensversicherung übernimmt. Eine eigene Hochwasserversicherung gibt es leider nicht.

Ob nun Elementarschäden mitversichert werden oder nicht, ist oftmals auch eine Frage der Kosten. Für eine 100 Quadratmeter große Wohnung, können sich die jährlichen Zusatzkosten schnell auf 30 Euro addieren. Vergleichen Sie im nachfolgenden Tarifrechner einfach, wie viel die Elementarschädenversicherung Sie zusätzlich kosten würde:

Der Vergleichsrechner wurde zur Verfügung gestellt von finanzen.de